Virtuelle Desktops unter Windows 10

Lesezeit: 3 Minuten

Schon seit Beginn von Windows 10 gibt es die Möglichkeit virtuelle Desktops zu verwenden. Schon vorher gab es dafür zwar einige hilfreiche Drittanbieter-Tools, seit Windows 10 bietet Microsoft diese Möglichkeit aber mittlerweile nativ in seinem Betriebssystem-Flagschiff an.

Mit dem Virtual Desktop Enhancer gibt es ein Tool, welche die Möglichkeiten der virtuellen Desktops um nützliche Features erweitert. Dabei handelt es sich um ein AutoHotkey Skript, womit Du z. B.

  • Keyboard Shortcuts definieren kannst, um zu einem anderen virtuellen Desktop zu wechseln (standardmäßig mit STRG + WINDOWS-Taste + Nach-Links oder Nach-Rechts oder mit STRG + WINDOWS-Taste + die Ziffer des Desktops)
  • Keyboard Shortcuts definieren kannst, um ein Fenster auf einen anderen virtuellen Desktop zu verschieben (standardmäßig mit WINDOWS-Taste + STRG + SHIFT + Q)
  • ein benutzerdefiniertes Hintergrundbild für jeden virtuellen Desktop auswählen kannst (ein Bild oder eine Farbe)
  • ein Icon in der Taskleiste erhältst, womit Du direkt erkennen kannst, auf welchem Desktop zu dich befindest 
  • einem Desktop einen eigenen benutzerdefinierten Namen vergeben kannst

Wenn Du den Virtual Desktop Enhancer herunterlädst gibt es eine Datei mit den Namen „settings.ini„, in der du alle Einstellungen vornehmen kannst.
Ein weiterer großer Vorteil ist die portable Verwendung des Virtual Desktop Enhancers, so dass keine Installation notwendig ist.

Wie nutze ich die virtuellen Desktops?

Ich nutze die virtuellen Desktops sowohl auf meinem privaten Rechner als auch auf meinem Firmen-Notebook, selbstverständlich aber mit unterschiedlichen Einstellungen.

Privat-PC

Hier nutze ich lediglich zwei Desktops. Der erste Desktop ist mein Standard-Desktop, mit dem ich eigentlich hauptsächlich arbeit. Den zweiten virtuellen Desktop habe ich für meine Buchhaltungsprogramme reserviert. So werde ich während den buchhalterischen Aufgaben nicht durch Benachrichtigungen anderer Programme abgelenkt, denn diese befinden sich ja weiterhin auf dem ersten virtuellen Desktop.

Mit STRG + WINDOWS-Taste + Nach Rechts wechsle ich zum zweiten Desktop. Hier ändert sich direkt das Hintergrundbild und durch die Anzeige kann ich sehen, auf welchem Desktop ich mich befinde.

Mit dem Tool Splat starte ich dann alle notwendigen Programme (Excel, Windows Explorer, Buchhaltungs-Programm, Online-Banking-Programm), in dem ich den Shortcut STRG + SHIFT + G (für „Geschäftsführung“) verwende.

Firmen-Notebook

Auf dem Firmen-Notebook nutze ich insgesamt vier virtuelle Desktops. Den ersten Desktop nutze ich meistens auf Reisen und arbeite damit z. B. im Zug. In diesen Momenten unterscheide ich nicht zwischen den diversen virtuellen Desktops, sondern nutze auch wirklich nur den ersten davon.

Der zweite virtuelle Desktop trägt den Namen „Kommunikation“ und dort befinden sich alle Tools, über die Kommunikation stattfinden kann oder die Benachrichtigungen senden – auch wenn ich diese bei den meisten Programmen deaktiviert habe. Dazu gehören Skype, Microsoft Teams, Skype for Business oder Microsoft Outlook.

Der dritte virtuelle Desktop nennt sich „Fokus“. Hier läuft z. B. meine Demo-VM, wenn ich Demos oder Webkonferenzen mache. Oder das Talend Studio, wenn ich Demos baue oder PoCs vorbereite. Auch zur Recherche und zum Lesen von Fachartikeln wechsle ich zu diesem virtuellen Desktop.

Der vierte virtuelle Desktop im Bunde heißt „Sonstiges“ und hier wechsle ich her für alles andere.

Die virtuellen Desktops sind für mich eine tolle Möglichkeit mich besser auf die jeweils anstehende Aufgabe zu konzentrieren und mich zu fokussieren. Auf dem virtuellen Desktop „Fokus“ stören mich keine Benachrichtigungen und ich kann ganz bewusst entscheiden, wann ich die neuen Nachrichten (in Teams oder Skype) oder E-Mails sehen möchte. So komme ich durch die ständigen Ablenkungen nicht in einen reaktiven Modus, sondern kann selbst und aktiv bestimmen, woran ich gerade arbeiten möchte.

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