Ich mache einen Persönlichkeitstest (Teil 1)

Ich mache einen Persönlichkeitstest (Teil 1)

Lesezeit: 3 Minuten

Dies ist der erste Teil einer kleinen Blog-Reihe. Zu Beginn möchte ich Dir grundsätzlich von dem Persönlichkeitstest berichten, den ich machen werde. Welche Motivation steckt dahinter, wie funktioniert das überhaupt und was kostet der Spaß? In Teil zwei werde ich dann vom eigentlichen Test berichten und im dritten und letzten Teil erfährst Du etwas über mein Ergebnis und ich gebe natürlich ein kleines Fazit zum Test insgesamt ab.

Was für ein Test soll das denn sein?

Schon vor einigen Jahren bin ich sowohl bei diversen Seminaren als auch bei Vorträgen auf den DISG-Persönlichkeitstest aufmerksam geworden. DISG steht dabei für die vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit. Er basiert auf einer Typologie aus dem Jahre 1928 von William Moulton Marston.

Marston stellte während seiner Untersuchungen fest, dass sich Menschen grundsätzlich in zwei Punkten unterscheiden:

  • Sie schätzen sich gegenüber ihrer Umwelt als stärker oder schwächer ein.
  • Sie nehmen ihre Umwelt als freundlich bzw. als feindlich wahr.

Den vier Grundtypen wird häufig eine Farbe zugeordnet, vermutlich um die Ergebnisse noch weiter zu veranschaulichen und ein einfacheres Vokabular zu finden.

Dominanz

Menschen mit einer ausgeprägten dominanten Verhaltensdimension sehen die Herausforderungen, halten sich dabei aber für stärker als diese Herausforderungen. Sie versuchen Dinge zu ändern oder zu steuern.

Initiative

Menschen mit einer ausgeprägten initiativen Verhaltensdimension versuchen andere Menschen zu beeinflussen. Sie haben das Gefühl in einer günstigen Umwelt stark zu sein.

Stetigkeit

Menschen mit einer ausgeprägten stetigen Verhaltensdimension wollen ein günstiges Umfeld bewahren, da sie sich weniger stark als ihre Umwelt wahrnehmen und daher keine große Veränderungen möchten.

Gewissenhaftigkeit

Menschen mit einer ausgeprägten gewissenhaften Verhaltensdimension nehmen sich selbst als weniger stark in einer ungünstigen Umwelt wahr. Daher versuchen Sie alles sorgfältig zu analysieren und versuchen hohe Standards zu erreichen.

Aus diesem Persönlichkeitsmodell bzw. -test haben sich mittlerweile zahlreiche Varianten entwickelt. Die Bekanntesten darunter sind das Insights MDI der Scheelen AG und das Persönlichkeitsmodell der Persolog GmbH.

Ist das nicht alles nur Hokus-Pokus?

Die Anbieter der Persönlichkeitstests behaupten zwar, dass die Testverfahren wissenschaftliche Kriterien erfüllen würden, jedoch kommen unabhängige Studien zu einem gegenteiligen Ergebnis.

Ein praktischer Nutzen der Persönlichkeitstests ist laut Wissenschaftlern nur möglich, wenn das zugrundeliegende Modell validiert wurde. Für das DISG-Modell sei dies nicht gegeben. Stichhaltig seien weder die Angaben zur Normierung, noch zur Zuverlässigkeit oder Gültigkeit.

Andere Wissenschaftler beteuern, dass es sich bei dem DISG-Modell um ein fundiertes Instrument handelt, um die eigenen Stärken besser zu erkennen und andere Menschen besser einschätzen zu können.

Die Unsicherheit bleibt also: Kann dieser Test mir neue Erkenntnisse liefern oder ist es doch eher wie in der Astrologie, dass es am Ende so Allgemein gehalten wird, dass jeder irgendwo etwas finden kann.

Wie funktioniert der Test genau?

Es gibt eine Papierversion und eine Onlineversion des Fragebogens. Ich persönlich habe mich – natürlich – für die digitale Variante entscheiden. Dabei muss ich mich anhand einer Skalierung für einen Kurzsatz bzw. für einen Begriff entscheiden, der „am ehesten“ bzw. „am wenigsten“ auf mich zutrifft. Die Verteilung der einzelnen Punkte spiegeln dann die Ausprägung des persönlichen Verhaltens wider. Das folgende Beispiel stimmt aus Wikipedia, weshalb ich davon ausgehe, dass die Anbieter nichts dagegen haben, es hier zu verwenden.

Anleitung für den Fragebogen: Bewerten Sie die jeweils waagrechte Reihe mit 1, 2, 3 oder 4 Punkten. Entscheiden Sie sich für die Eigenschaft, die auf Sie am ehesten zutrifft = 4 Punkte, dann für das Merkmal, das am wenigsten auf Sie zutrifft = 1, anschließend für die beiden dazwischen liegenden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/DISG

Und was kostet das?

Ich habe bei meiner Recherche im Internet kaum etwas über den tatsächlichen Preis gefunden. Der zertifizierte Trainer, bei dem ich den Test absolvieren werde, hat mich darum gebeten seinen Preis nicht öffentlich zu nennen. Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass der Persönlichkeitstest bei einem der Institute oder einem von ihnen zertifizierten Trainer zwischen 300,- und 500,- Euro kosten dürfte.

Wieso mache ich das überhaupt?

Naja, die Frage ist wirklich gar nicht so einfach zu beantworten. Grundsätzlich interessiere ich mich schon immer für Psychologie. Auch der Gedanke mich selbst oder meine Mitmenschen mit einer Typologie relativ einfach in eine Schublade zu sortieren, gefällt mir eigentlich ganz gut. Auch wenn ich natürlich weiß, dass es sich dabei nicht immer um Schwarz-oder-Weiß-Entscheidungen handeln kann und sollte.

Ich erhoffe mir von dem Ergebnis des Tests ein Fremdbild, welches ich mit meinem derzeitigen Selbstbild vergleichen kann. Außerdem soll man ganz konkrete Tipps zu Zeit- und Selbstmanagement, Mitarbeiterführung, Teamarbeit und Kommunikation geben.

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