Gelassenheit

Lesezeit: 2 Minuten

Gelassenheit bedeutet, sich nicht „unnötig“ aufzuregen und Dinge, die man nicht ändern kann einfach so hinzunehmen. Vermutlich weißt Du genauso gut wie ich, dass das nicht immer einfach ist. Daher möchte ich Dir heute ein paar Tipps an die Hand geben, wie es uns vielleicht gelingt ein wenig gelassener durchs Leben zu gehen.

Der wichtigste Hinweis direkt zu Beginn: Mach Dir klar, dass sich Aufregung nicht lohnt!

Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für Gelassenheit. In den meisten Fällen lohnt sich die ganze Aufregung einfach nicht. Bereits geschehene Dinge können nicht rückgängig gemacht werden, egal wie sehr Du Dich darüber aufregst. Und Dinge, die in der Zukunft liegen, werden durch Deine innere Aufruf vermutlich ebenso wenig positiv beeinflusst. Das einzige das sich ändert ist Deine Stimmung und gegebenenfalls die Stimmung Deines Umfelds. Wenn Du gelassen bleibst hast du hingegen viel mehr Möglichkeiten: Du kannst klarer, gefasster und überlegter reagieren und über die nächsten Schritte nachdenken und es geht Dir selbst besser.

Halte kurz inne

Der gute alte „halte kurz inne“-Trick. Klingt so banal, ist aber wirklich Gold wert. Wenn Du merkst, dass Dich etwas ärgert und Du aus der Fassung gerätst, atme tief ein, entspanne deine Schultermuskeln (sie sind bei Stress häufig verkrampft und angepannt) und zähle innerlich bis zehn. Egal welche Reaktion folgen wird, sie kann diese 10 Sekunden ganz sicher warten. Und meistens ist der erste Impuls zum Ausflippen dann auch schon verflogen und Du kannst gelassener mit der Situation umgehen.

Übung

Es ist schwierig gelassen zu reagieren, wenn Dich ein Thema besonders betrifft oder interessiert. Deshalb solltest Du Dir Themen zum üben suchen. Kleinere Ärgernisse sollten daher Deine Herausforderung sein. Bleibe z. B. gelassen, wenn jemand mit Dir motzt, jemand schlecht gelaunt ist, oder der Autofahrer vor Dir im Schneckentempo über die Straße kriecht. Eines ist klar: Aufregung kann die Situation nicht ändern, sondern macht es nur noch schlimmer. Je häufiger Du mit diesen kleinen Problemen übst, desto leichter wird es Dir fallen auch bei sehr wichtigen Themen die Ruhe zu bewahren.

Überprüfe deine Wahrnehmung

Gerade wenn Du Dich aufregst, erscheinen Situationen häufig noch schlimmer als sie eigentlich sind. Wir alle neigen zum dramatisieren. Wenn Du sowieso schon gestresst bist und Dich nicht wohlfühlst und dann auch noch bemerkt, wie zwei Kolleginnen tuscheln und kichern, dann kommt man schnell zur Übereugung, dass die beiden sich über Dich lustig machen. Das Gedankenkarusell springt an und dreht sich immer weiter. Aber vielleicht könnte es ja auch anders sein. Gut möglich, dass das Lachen mit Dir gar nichts zu tun hat.

Gelassenheitsgebet

Mir gefällt das Gelassenheitsgebet sehr gut und auch im Alltag fällt es mir immer mal wieder ein. Ich finde es ist ein tolles Gebet bzw. ein toller Spruch, den man sich auch gut und gerne als Lebensmotto setzen kann. Vermutlich wurde es vom US-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr verfasst und lautet:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr

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1 Comment

  • Bernhard on 17. April 2020

    Diese Gedanken zur Gelassenheit, aber auch dem Mut zu handeln, sind sehr sinnvoll. In dieser Zeit, in der wir einige Einschränkungen hinnehmen müssen, hat der Spruch zur Gelassenheit eine besondere Berechtigung. Und gleichzeitig ist es auch eine Aufforderung, die Dinge in Angriff zu nehmen, die wir ändern können. Z.b. die zusätzliche Zeit sinnvoll zu nutzen. Zur Erholung oder auch für Dinge, die schon lange liegen.

    Wie sehr solche Gedanken die Menschen beschäftigen sieht man auch daran, wie viele Quellen dazu genannt werden:

    Das gleiche Zitat wird u.a. Altkanzler Helmut Schmidt und dem Religionspädagogen Theodor Wilhelm (Pseudonym Friedrich Oetinger) zugeschrieben.
    Aber auch Franz von Assisi und Hans-Jochen Vogel werden als Quelle benannt.
    Der Erfolg hat viele Väter. Im Umkehrschluss zeigt es mir, dass diese Gedanken zur Gelassenheit und zum Handeln schon viele beschäftigt haben und durchaus wertvoll sind.

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