Circle of Influence

Lesezeit: 2 Minuten

Manchmal gibt es Tage, an denen einfach nichts funktioniert. Dir werden wichtige Ressourcen aus dem Projekt abgezogen, der Kunde überdenkt seine Strategie und stoppt das Projekt kurz vor der Kaufentscheidung, Dein Chef hat eine neue Aufgabe für Dich oder das Wetter ist einfach beschissen.

Die einfachste Reaktion an solchen Tagen ist Resegnation, sich aufzuregen oder sich zu sorgen. Aber bringt Dich das diesmal tätsächlich weiter? Vermutlich eher nicht…

Circle of Influence vs. Circle of Concern

In seinem Buch „7 Wege zur Effektivität“ hat der Autor Stephen R. Covey ein Modell geschaffen, dass Dir dabei helfen kann, Dich von diesen Gedanken zu befreien.

Er geht davon aus, dass unser Leben in zwei unterschiedlichen Bereichen abläuft:

Circle of Concern (Der Betroffenheitsbereich)

Dieser Bereich umfasst all das, was auf Dich einwirkt und von dem Du betroffen bist. Jedoch eben auch all jene Aspekte, die Du nicht verändern und beeinflussen kannst. Das Wetter, die weltpolitische Lage oder die Launen Deines Managers.

Circle of Influence (Der Einflussbereich)

Im Gegensatz dazu gibt es auch den Einflussbereich: Hier rein gehört alles, was von Dir direkt beeinflusst werden kann. Zum Beispiel, was Du heute essen möchtest, wann Du Sport treiben möchtest oder wie viel Engagement Du für die Arbeit zeigen möchtest.

Beide Bereiche werden graphisch als zwei konzentrischen Kreise dargestellt, dabei stellt der Circle of Concern den größeren Kreis dar, in dem sich der Circle of Influence befindet.

Den Fokus auf das Beeinflussbare setzen

Auch wenn es ein wenig esoterisch klingen mag: Die Bereiche, denen Du Deine Aufmerksamkeit und Energie schenkst, vergrößern sich und nehmen immer mehr Einfluss auf Dich.

Der Gedanke von Stephen R. Covey geht genau in diese Richtung: Verschwende Deine Zeit nicht damit, Dich auf Dinge außerhalb Deines eigenen „Circle of Influence“ zu konzentrieren. Es kostet Zeit und macht Dich unglücklich. Wenn es regnet und stürmt kannst Du natürlich über das Wetter klagen. Oder Du ziehst Dich regenfest an oder suchst Dir eine Indoor-Aktivität. Das ist der Grundgedanke des lösungsorientierten Denkens. Der Fokus muss vom negative Weg in die Richtung der Lösung gelenkt werden. Lösungen innerhalb Deines eigenen Einflussbereichs.

Heißt das, dass Dir Dinge außerhalb Deines „Circle of Influence“ scheißegal sein sollten? Nein, das heißt es natürlich nicht. Es gibt zwei Strategien, wie Du mit diesem Thema umgehen kannst. Entweder Du erweiterst die eigene Einflussnahme, also erweiterst Deinen persönlichen Circle of Influence. Oder Du zeigst eine stärkere Gelassenheit jenen Dingen gegenüber, die Du nicht beeinflussen kannst, also du verkleinerst Deinen persönlichen Circle of Concern.

Die wichtigsten Fragen, die Du Dir zukünftig stellen solltest lauten:

  • Kann ich die Situation beeinflussen?
  • Und wenn ja, zu einem Aufwand der es mir Wert ist?

Wenn Du beide Fragen mit „ja“ beantwortest, solltest Du es direkt angehen. Wenn zumindest ein „nein“ dabei ist, dann halte Dich lieber nicht damit auf, sondern lenke Deinen Fokus auf etwas anderes. Klingt doch ganz einfach. Oder was meinst Du?

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