Alternativen zu Zoom & Co.

Alternativen zu Zoom & Co.

Lesezeit: 3 Minuten

Heute möchte ich Dir gerne zwei tolle Alternativen zu Zoom, Teams, WebEx, etc. vorstellen. Denn all diese Webkonferenz-Tools haben ein gemeinsames Problem: Sie fördern keine Interaktion untereinander.

Zoom, Teams, WebEx & Co

Schon vor der f***ing Pandemie hatte ich die oben genannten Webkonferenz-Tools sehr häufig im Einsatz. Sie bieten eine tolle Möglichkeit mit Kunden, Partnern oder Arbeitskolleg:innen zu interagieren, ohne durch die Gegend zu reisen. Mittlerweile wissen wir alle, dass dabei natürlich immer auch etwas verloren geht. Der persönliche Kontakt kann durch solche Tools selbstverständlich nicht gänzlich ersetzt werden.

Dennoch bin ich – nachdem ich nun seit über einem Jahr keine Vor-Ort-Termine mehr hat – überrascht, wie viel man durch Webkonferenzen tatsächlich erreichen kann. Egal ob beruflich oder privat. Unsere wöchentlichen Rollenspiel-Sitzungen finden seit vielen Monaten über Zoom statt und obwohl der persönliche Kontakt natürlich fehlt, freue ich mich immer wieder aufs Neue, meine Freunde zu sehen, mit ihnen zu plaudern und dem Eskapismus zu frönen.

Es gibt einen Nachteil

Die „klassischen“ Webkonferenz-Tools haben einen entscheidenden Nachteil: Sie fördern die Interaktion untereinander nicht. Ich würde sogar so weit gehen, dass sie diese eher verhindern. Für berufliche Situationen ist das meistens nicht sonderlich relevant, hier gibt es einen „Presenter“, der die Hauptredezeit einnimmt. Auch wenn jemand eine Frage stellen möchte, kann er die virtuelle Hand heben und so anzeigen, dass er etwas sagen möchte. Dies entspricht aber eben nicht dem natürlichen Verhalten von Menschen, wenn sie in Gruppen aufeinandertreffen.

Du kennst das sicher von „echten“ Partys (falls du dich noch erinnern kannst). Meistens bilden Menschen dort kleinere Grüppchen und unterhalten sich in diesen. Und wenn man die Gruppe oder den Gesprächspartner wechseln möchte, dient „Ich gehe mir mal kurz was zu Trinken holen“ als perfekte Ausrede davonzulaufen und nicht wieder zurück zu kommen. 😉

Das ist in Web-Konferenzen ein wenig schwieriger.

Zoom hat mit einem relativ neuen Feature für eine Möglichkeit gesorgt, dieses Dilemma aufzulösen. So ist es nun möglich, dass Teilnehmer:innen selbständig zwischen Breakout-Räumen wechseln können. Dies habe ich mir bei meiner virtuellen Geburtstagsfeier zu Nutze gemacht und „Themenräume“ eingerichtet, denen sich die Partygäste zuordnen konnten. Das war schonmal besser als wenn die gesamte Feier in einem großen Zoom-Raum stattfindet, ideal war es aber dennoch nicht.

Diese Lücke versuchen neue Webkonferenz-Tools zu schließen. Als Beispiel dienen hier Gathertown und Wonder.

Eine vorgefertigte Map von Gathertown
Ganz alleine in einem Raum bei Wonder

Gathertown & Wonder

Das Prinzip der beiden Tools ist relativ ähnlich. Als virtueller Avatar kannst Du in vorgefertigten oder selbst erstellten Umgebungen umherlaufen und mit anderen interagieren. Immer wenn Du in die Nähe von anderen Avatars kommst, öffnet sich das Videochatfenster und Du siehst die andere Person über ihre Webcam und kannst dich „ganz normal“ mit ihr unterhalten. Wenn noch mehr Leute – also Avatare – dazukommen, vergrößert sich die Gruppe natürlich und noch mehr Webcam-Videos werden sichtbar. Wenn Du Dich von der Gruppe entfernst, werden auch die Videos wieder ausgeblendet.

Zusätzlich gibt es – zumindest bei Gathertown – noch viele weitere Möglichkeiten miteinander zu interagieren. So kann man z. B. Spiele miteinander spielen oder externe Webseiten einbetten, etc.

Die Grafik erinnert sehr an Nintendo-Spiele aus den 90er-Jahren, wie z. B. Zelda. So kommt sogar noch ein wenig Retro-Charme dazu, obwohl die zugrundeliegende Technik selbstverständlich viel aufwendiger ist als damals. 😉

Aber nicht nur für private Treffen kann Gathertown und Wonder genutzt werden. Beide ermöglichen auch Workshops oder komplexere Teammeetings, bei denen Kleingruppen an unterschiedlichen Themen arbeiten kommen und am Ende im „großen Besprechnungsraum“ ihre Ideen vorstellen.

Kosten

Beide Tools sind in der Basisversion kostenfrei. Bei Gathertown gibt es eine Begrenzung von 25 Teilnehmer:innen, ab dem 26. wird eine Gebühr fällig. Details für Gathertown findest du hier.

Wonder ist aktuell noch in der Beta-Phase und daher bis mindestens 2022 komplett kostenlos. Danach wird es ein benutzerbasiertes Pricing geben. Eine kostenfreie Version soll es aber auch dann weiterhin geben.

Fazit

Ich persönlich finde die Idee großartig und werde beide Tools definitiv ausprobieren und für das ein oder andere private Treffen zukünftig nutzen.

Trotzdem freue ich mich schon jetzt darauf auch mal wieder echte Partys zu erleben, sollte diese blöde Pandemie irgendwann mal wieder vorbei sein. 😉

Ein Gedanke zu „Alternativen zu Zoom & Co.

  1. Coole tools, das mit den unterschiedlichen Gruppen… kann man sich da auch eine coole Maske auswaehlen…
    Echte Parties oder ueberhaupt mal wieder Normalitaet, das wird noch spannend, weil das Virus wird uns sicher erhalten bleiben.

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