Wie ich mein Stream Deck nutze um produktiver zu sein

Wie ich mein Stream Deck nutze um produktiver zu sein

Lesezeit: 4 Minuten

Bereits vor einiger Zeit habe ich für unseren Podcast – den ich voller Leidenschaft gemeinsam mit meinem Freund Boris betreibe – ein Stream Deck von Elgato gekauft. Um ehrlich zu sein völlig überdimensioniert für die zweiwöchentliche Aufnahme, aber ich hatte von Anfang an großen Spaß mit dem Gerät. Sogar so großen Spaß, dass ich mich dazu entschieden habe, ein zweites Stream Deck zu kaufen und dieses für meine Produktivität auf der Arbeit zu nutzen.

Nach mehreren Wochen im Einsatz bin ich nach wie vor davon begeistert und möchte Dir daher heute davon berichten, wie ich mein Stream Deck einsetze um produktiver zu sein.

Was ist ein Stream Deck

Ein Stream Deck ist im Grunde eine externe Tastatur, deren Tasten Du frei belegen kannst. Das Besondere beim Elgato Stream Deck sind zum einen die kleinen LCDs, die die Knöpfe bilden und die Anpassbarkeit und Vielfältigkeit der zugehörigen Software.

Je nach Ausprägung verfügt das Stream Deck über 6, 15 oder 32 Tasten, die frei belegt werden können. Heute möchte ich Dir zeigen, wie ich die Tasten für mich belegt habe und sie bei der täglichen Arbeit nutze.

Der Hauptscreen

Auf dem Standard-Bildschirm befindet sich ganz prominent auf der linken Seite die Mediensteuerung. Alleine das finde ich schon super praktisch, da ich so mit nur einem Druck lauter oder leiser stellen bzw. direkt alle Töne muten kann. Außerdem arbeite ich sehr intensiv mit den virtuellen Desktops unter Windows 10. Diese kann ich durch das Stream Deck sehr einfach wechseln, in dem ich den passenden der vier Buttons klicke.

Zusätzlich habe ich noch zwei Knöpfe über die ich mit Hilfe von Splat mein privates und geschäftliches Profil ausführe und damit alle notwendigen Programme gestartet werden.

Auch die unterschiedlichen Lampen im meinem Büro (zwei Deckenlampen, eine Schreibtischlampe, eine Go und ein Lightstrip) kann ich über einen Knopf auf dem Stream Deck an- und ausschalten.

Über zwei weitere Buttons haben zwei besondere Skripts Einzug auf meinem Stream Deck gehalten. Zum einen nutze ich ein PowerShell-Skript um regelmäßige und wiederkehrende Aufgaben in meinen Taskmanager Todoist zu schreiben. Der zweite Button ruft ebenfalls ein PowerShell-Skript auf und sucht nach dem Namen in der Zwischenablage bei LinkedIn und Xing. Perfekt zur Vorbereitung für Kundentermine, damit ich mir schon im Vorfeld ein Bild davon machen kann, mit wem ich es zu tun haben werden.

Ebenfalls super praktisch ist die Möglichkeit, einen Speedtest über das Stream Deck ausführen zu lassen. Es dauert nur wenige Sekunden, bis im LCD-Display mein Up- und Downstream, die Pingzeit und die Uhrzeit des Tests angezeigt wird. Super praktisch, um zwischendrin mal die Internetverbindung zu checken, falls es bei der Videokonferenz mal wieder harkt.

Die beiden Buttons ganz rechts sind jeweils Ordner, die weitere Buttons enthalten. Denn zwar gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Knöpfen, durch den Einsatz von Ordnern können diese aber mehrfach belegt und sogar verschachtelt werden.

Der Zoom-Ordner

Im Ordner Zoom geht es sehr gesittet zu. Dort sind alle wichtigen Funktionen hinterlegt, die ich während eines Zoom-Meetings gebrauchen könnte. Besonders praktisch ist natürlich das Ein- und Ausschalten des Mikrofons und der Kamera, aber auch die Möglichkeit mit nur einem Klick meinen Bildschirm freizugeben oder alle Teilnehmer:innen stumm zu schalten.

Häufig nutze ich in letzter Zeit auch die Möglichkeit Arbeitskolleg:innen in meine Zoom-Session einzuladen. Dann klingelt bei denen quasi das „Telefon“ und sie können in meine Session mit dazu kommen.

Der Talend-Ordner

Meinem Arbeitgeber gebührt ebenfalls ein weiterer Ordner unter welchem sich einige schöne Shortcuts verbergen.

Relativ simpel gibt es in der obersten Reihe erstmal einen Link zu den gängigsten Office-Programmen. In der mittleren Zeile habe ich einige Verknüpfungen zu den Ordnern hinterlegt, die ich am häufigsten nutze. Der Reihe nach sind das meine Favoriten, der Kunden-Ordner, die Downloads, der Ordner mit allem rund um mein Team und die gemeinsame Dokumentenablage meines Bereichs.

In der letzten Zeile kann ich (von links nach rechts) meine prallgefüllte PowerPoint-Präsentation öffnen. In dieser habe ich alles, was für eine Kundendemo relevant sein könnte. Daneben gibt es noch eine PowerPoint-Präsentation, jedoch ist diese leer und bildet quasi das Design-Template für neue Präsentationen. Außerdem habe ich hier noch den Taskmanager hinterlegt und kann mit nur einem Tastendruck das Talend Studio starten.

Fazit

Brauchst Du auch ein Streaming Deck? Vermutlich nicht. Und vermutlich brauche ich auch nicht unbedingt eines…

Aber es macht Spaß damit zu spielen, die Tasten zu belegen, drüber nachzudenken welche Dinge ich häufig nutze und diese ganz schnell erreichbar auf dem Deck zu hinterlegen. Ich nutze das Streaming Deck sehr gerne und bilde mir ein, dass ich damit schneller und einfacher arbeiten kann.

Was hältst Du denn davon? Käme das für Dich in Frage? Oder ist das mal wieder nur eine meiner blöden Nerd-Anschaffungen? 😉

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